Laufschuhe

Den größten Fehler, den Sie beim Laufen machen können, ist, das falsche Schuhwerk zu benutzen. In der Schule hat es vielleicht noch der Turnschuh getan, mit welchem Sie auch Fussball spielten, Turnten und sich in der Leichtathletik übten. Wollen Sie jedoch nun Laufen, so ist Ihnen ein Laufschuh dringend angeraten. Dabei beginnt der Begriff Laufen schon bei einer Grenze von fünf Kilometern Joggen.



Wenn Sie den falschen Schuh haben, dann kann dies ernsthafte Konsequenzen für Ihren Fuß und für Ihre Gelenke haben. Oftmals gibt es eine falsche Fußstellung. Wird in dieser falschen Fußstellung lang und ausdauernd gelaufen, so wird dies die Konsequenzen haben, dass Ihre Knie schmerzen werden, vielleicht, wenn sie ausreichend demoliert sind, dann auch dauerhaft. Sogar Ihr Becken kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Für die richtige Fußstellung kann der richtige Laufschuh unterstützend sorgen. Knickt Ihr Fuß immer nach innen, so benötigen Sie eine Hartgummi-Unterstützung in der Mitte des Schuhs, welche dieses Abknicken verhindert. Sollten Sie schwerer als 80 Kilo sein, so ist Ihnen auch eine Abfederung in dem Schuh angeraten. Diese besteht meistens aus Gel, so dass der Boden nicht direkt auf die Knie durchschlägt.

Generell sollte Ihnen Ihr Laufschuh passen. Er sollte jedoch nicht so wie angegossen passen, sondern es sollte ein Fingerbreit Luft zwischen den Zehen und der inneren Vorderkante des Schuhs sein. Wenn Sie Laufen, wird der Fuß diesen Freiraum zusätzlich benötigen. Des weiteren sollten Sie auch daran denken, dass beim Laufen der Fuß leicht anschwellen wird und mehr Platz benötigt. Ist im Schuh nicht genügend Platz vorhanden, so wird Ihr Fuß schnell anfangen zu schmerzen. Und dann wird Ihnen das Laufen keine Freude mehr bereiten. Denken Sie auch unbedingt daran, dass der Schuh sich nicht beliebig dem Fuß anpassen kann. Sollten Sie Druckstellen beim Anprobieren erkennen, so versuchen Sie es lieber mit einigen anderen Schuhen.

Falls Sie Neuling im Schuhkauf sind, so versuchen Sie es bei einem Fachgeschäft. Hier wird Ihnen normalerweise eine gute Beratung geboten, auch wenn die Schuhe etwas teurer sind. Jeder Fachhändler sollte nichts dagegen haben, wenn Sie einen Schuh auch einmal probelaufen wollen, d.h. einige Meter mit ihm Joggen wollen. Einige Fachhändler verfügen dafür sogar über ein Laufband.

Denken Sie daran, dass Laufschuhe nicht ewig halten werden. Laufschuhe sind hohen Belastungen ausgesetzt. Moderne Schuhe mit Dämpfungs- und Stabilisierungssytem sorgen für einen neuen Laufgenuss. Laufen Sie mit Ihnen 600 bis 800 Kilometer sind höchstwahrscheinlich die inneren Puffer abgenutzt und die Schuhe federn überhaupt nicht mehr. Sie sind einfach ausgelatscht. Es wird Zeit für einen neuen Schuh. Investieren Sie nicht zu wenig. Denken Sie daran, dass alte Laufschuhe ein Killer für Ihre Füße sein können und im Nachhinein viele Kosten und Schmerzen aufgrund ruinierter Gelenke verursachen können. Nach 600 bis 800 Kilometern sollten Sie sie deshalb gegen neue ersetzen.

Eine kleine Auswahl an Laufschuhen auf einer Messe (Es ist nur ein kleiner Teil des kompletten Angebotes abgebildet). Dahinter zwei Laufbänder:

Eine Auswahl an Schuhen zum Laufen
Ein Laufband zum Messen der Fußeigenschaften. Hinter dem Laufband ist eine Videokamera installiert, welche einem beim Laufen filmt. Nach dem Lauf wird dieses Video in Zeitlupe wiedergegeben. So läßt sich feststellen, wie der eigene Fuß läuft und sich entsprechend der Schuh dazu auswählen. Die Geräte haben unterschiedliche Qualitäten. Sehr professionelle Geräte findet man beim Orthopäden. Falls es in einem Fachgeschäft die Möglichkeit gibt, ein solches Gerät einmal zu benutzen, sollte man es unbedingt tun:

Fussanalyse auf dem Laufband
 

Und so könnte eine Analyse des Fußes auch aussehen:
Max-beim-Schuhe-kaufen (Bildquelle: Sendung freizeit, Urheberrechte des Bildes bei André Goerschel/BR)

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